Heute dürfen wir uns über zwei erfolgreich abgeschlossene Promotionen freuen.
Jan Gebauer hat seine Promotion in der Arbeitsgruppe „Sekundärmetabolismus-Enzymologie” am Institut für Bioorganische Chemie erfolgreich verteidigt. In seiner Arbeit mit dem Titel "Flavin-abhängige Halogenasen zur Derivatisierung von Naturstoffen" liefert er wichtige Erkenntnisse zur gezielten Modifikation von Naturstoffen, was insbesondere für die Entwicklung neuer Wirkstoffe von Bedeutung ist. Nach einer intensiven Forschungsphase wechselte Jan als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die RWTH und das DWI in Aachen, um sein Wissen zu vertiefen und weiterzugeben.
Die Promotion entstand im Rahmen des BioSC-Focuslab CombiCom, das die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert. Jan zeichnete sich durch sein Engagement als Netzwerker aus, initiierte Kooperationen und trug maßgeblich zu innovativen Forschungsansätzen bei. Kolleg*innen und Studierende schätzten ihn als verlässlichen Ansprechpartner, der konstruktiv Rückmeldung zu wissenschaftlichen Fragen gab und das Teamklima positiv beeinflusste.
Über seine eigene Forschung hinaus engagierte er sich für die Außendarstellung des Instituts, etwa bei Besucherführungen, und begeisterte zahlreiche Gäste für die bioorganische Chemie. Auch in der Lehre vermittelte er Studierenden komplexe Themen anschaulich und motivierend und betreute Abschlussarbeiten engagiert.
Am Nachmittag trat Julia Hindges,née Bramski, zu ihrer Promotionsprüfung an, die sie ebenso erfolgreich verteidigte. Während ihrer Forschungsphase am IBOC beschäftigte sie sich mit der inzwischen im Arbeitskreis etablierten 2-Desoxy-D-Ribose-5-Phosphat-Aldolase (DERA) und schrieb darüber ihre Dissertation mit dem Titel „Optimierende Untersuchung von Acetaldehyd-abhängigen Aldolasen und deren Anwendung in der organischen Synthese”. Unter anderem untersuchte sie dabei die Stabilität des Enzyms gegenüber Acetaldehyd und die Reaktionssteuerung zwischen Mono- und Dialdolprodukt. Aus ihrer wertvollen Arbeit gingen bisher sechs Publikationen hervor.
Auch abseits ihrer Forschung war sie durch ihre positive und freundliche Art stets eine Bereicherung für das gesamte Institut. Nach ihrer Zeit im Labor begann Julia eine Ausbildung zur Patentanwältin, die sie 2024 erfolgreich abschloss. Seit Anfang des Jahres stellt sie ihr Können der Patentanwaltskanzlei HOFFMANN EITLE zur Verfügung.
Das gesamte Institut gratuliert Jan Gebauer und Julia Hindges ganz herzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Promotion und dankt beiden für ihr großes Engagement. Wir wünschen ihnen für die Zukunft weiterhin alles Gute.